Kategorie-Archiv: BlogoBonito

Tag 14: Nummer 7 lebt.

Der siebte Flug meiner Reise stellte sich als bislang eindrucksvollster heraus. Ich hatte zuvor den üblichen Weg von Santo André nach Porto Seguro genommen, Fähre und Bremshügel hinter mir gelassen und war auf dem Weg ins nördlich gelegene Fortaleza erst einmal zwei Stunden ins südlich gelegene Sao Paulo geflogen. In Brasilien führt grundsätzlich jeder Flug erst einmal über Sao Paulo. Phänomenal. Ich glaube, man muss sogar in Sao Paulo umsteigen, wenn man vom jeweils anderen der beiden Flughäfen in Sao Paulo losfliegt. In der Mega-City kann es eigentlich keine Wohnung geben, die nicht inmitten einer Einflugschneise liegt. Zumal neben den Tausenden Flugzeugen ja auch noch Hunderte Hubschrauber durch den Himmel kreuzen, die Geschäftsleute zu Terminen fliegen, da sie Angst im Straßenverkehr haben, reich genug sind, sich die Staus zu ersparen oder einfach gern Hubschrauber fliegen. Es herrscht jedenfalls ein Durcheinander im Luftraum wie im Film „Das fünfte Element“, nur dass es noch keine fliegenden Autos gibt.

Ich betrat also von Norden kommend der Flieger in Richtung Norden und bestaunte meine Mitreisenden: Ich saß inmitten einer Gruppe Ghanaer, die ebenfalls zum Spiel nach Fortaleza flogen. Dahinter hockte glücklich, aber erschöpft eine Vielzahl Uruguayer, die in Landesfahnen gehüllt und geschminkt den Sieg gegen England gesehen hatten. Verstreut im Flieger waren auch einige betrunkene Engländer, ein das ganze Flugzeug unterhaltender Südafrikaner, und zwei Australier, die das Ausscheiden ihres Landes ohne Alkohol verarbeiteten und sich einfach auf das Spiel Deutschland gegen Ghana freuten.

Die afrikanische Delegation um mich herum war sehr zuversichtlich und siegessicher. Meine beiden Sitznachbarn erklärten mir, dass Deutschland schon beim letzten Sieg gegen Ghana doch sehr viel Glück gehabt habe und jetzt einfach fällig sei. Allerdings war ich ein wenig abgelenkt, da mich das Auftreten der Gruppe faszinierte. Jeder von ihnen trug ein schwarzes Sakko, eine schwarze Sonnenbrille und verschiedene Modelle goldener Uhren, die alle in etwa so groß waren wie der Boden eines Weißbierglases.

Wenn die ghanaischen Spieler der Nationalmannschaft genauso selbstbewusst entgegen treten, könnte es wirklich weitaus schwieriger werden als gegen Portugal.

Andererseits hat sie am Donnerstag mal wieder ihre Ausnahmestellung gezeigt, als sie von Porto Seguro nach Fortaleza geflogen ist. Direkt. Ohne Umwege. Ohne Stop in Sao Paulo.

Chapeau.

Tag 13: Viva Chile! Tschüss Volker!

Maracanazo, die zweite! Nach Brasilien 1950 hat nun also auch Spanien seinen persönlichen „Horror von Maracana“ erlebt. Auch Frankreich und Italien waren zuletzt allerdings vier Jahre nach ihren WM-Titeln spektakulär gescheitert, das Schicksal der Weltmeister hat nun eben auch Spanien ereilt. Aufgrund meiner Live-Eindrücke aus dem Holland-Spiel in Salvador überraschte mich das Ergebnis nicht sonderlich. Spanien ist physisch nur noch eine Hülle früherer Tage und wirkt vom ewigen hin und herpassen selbst ziemlich gelangweilt. Was Vicente del Bosque bei diesem Turnier mit Diego Costa vorhatte, wird dazu wohl ewig sein Geheimnis bleiben. Die Brasilianer haben sich hier auf jeden Fall ziemlich gefreut, dass Spanien und vor allem ihr Ex-Liebling Costa aus dem Turnier geflogen sind. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die Freude nur anhält, wenn die Gastgeber im Achtelfinale nicht auf Chile treffen.

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Vor einer Mannschaft, deren Trainer aussieht wie Andre Agassi, muss man einfach Respekt haben. Chile hat es geschafft, aus elf Spielern nicht nur elf Freunde, sondern gleich elf Zwillinge zu machen. Der Teamgeist ist unglaublich, mir hat es gut gefallen, dass sie in der Pause zusammen vom Platz gegangen sind. Zudem sind sie körperlich und mental in einer wahnsinnig guten Verfassung. Ich habe Chile live im Stadion bei der unglücklichen Niederlage in Stuttgart gegen Deutschland gesehen. Auch da haben sie das DFB-Team schwarmartig überfallen und ratlos auf dem Platz zurückgelassen. Joachim Löws Mannschaft wusste auch nach dem Spiel nicht so recht, was da gerade Geschehen war und vor allem nicht, wie sie dieses Spiel hatten gewinnen können. Chile hat zuletzt in England gewonnen, hätten in Deutschland gewinnen müssen, haben Spanien bezwungen und können nun noch die Niederlande im direkten Duell besiegen. Spätestens dann sollten die Brasilianer zusehen, dass sie in ihrer Gruppe Erster werden. Ich glaube Neymar zittert jetzt schon vor Arturo Vidal und seiner Irokesen-Gang, die durch den Sieg gegen den alten Widersacher Spanien – noch dazu im Maracana – zu Nationalhelden aufgestiegen sind. Der 18. Juni wird in Chile immer mit diesem Sieg verbunden bleiben. Ich war mehrfach in diesem faszinierenden schmalen Land, in der die Folgen der Militärdiktatur noch immer spürbar sind. Chile ist sehr straff organisiert und sehr gesetzestreu. Während in den Nachbarländern selbst rote Ampeln eher Ratgeber sind, wird es in Chile schon richtig problematisch, wenn wenn man nicht angeschnallt im Auto sitzt. In San Pedro de Atacama im Norden Chiles wurde ich sogar fast einmal festgenommen, weil ich nach Mitternacht noch ein Bier in der Öffentlichkeit getrunken hatte. Ich glaube aber, das war gestern sogar in Chile erlaubt.

Auf die Chile-Fiesta folgte das Spiel Kroatien gegen Kamerun, eine Art Anti-Chile. Ich kann mir nicht vorstellen, dass den Chilenen vor dem Turnier eine Boykott-Drohung in den Sinn gekommen wäre, um höhere Prämien auszuhandeln.  Sie wirken vielmehr, als wären sie auch in Fußballschuhen über die Anden gekraxelt, um ihr Land bei der WM vertreten zu dürfen. Nach so einer peinlichen Vorstellung ist die vorherige Boykott-Drohung natürlich ein unfassbares Desaster für die Kameruner. Ich bin mir nicht sicher, ob Verband und Bürger der zu einem Schlägertrupp in Fußballtrikots  verkommenen Mannschaft noch finanzielle Zuwendungen zukommen lassen wollen. Songs Faustschlag gegen Mandzukic, dazu ein mannschaftsinternes Kopfstoß-Duell. Szenen, die man so auf dem Fußballplatz noch nicht gesehen hat, abgesehen natürlich von Lukas Podolskis Watschn gegen Michael Ballack. Teamgeist scheint es in der von  Volker Finke geführten Mannschaft jedenfalls nicht zu geben. Das allerdings, überrascht mich noch weniger, als das Vorrunden-Aus Spaniens.

Tag 12: Gisela

Nachdem der Vorabend mit den Höhnern und Reiner Calmund geendet hatte, begann auch der Morgen mit einer deutschen Begegnung. Ich saß an einem winzigen Tisch im kleinen Frühstückspause meines Hotels, als ich mitbekam, wie sich am Nachbartisch über den schlechten Service, das fehlende Essen und den “Brasilianer an sich” geschimpft wurde. Das Hotelpersonal war dem Gäste-Ansturm nicht gewachsen und hatte Probleme, Brötchen, Aufschnitt und Kaffee nachzuliefern, war aber sehr bemüht und bat an jedem einzelnen Tisch um Verzeihung.
Während der Tenor an den anderen Tischen in etwa ein “kein Problem, bloß kein Stress” war, echauffierten sich Gisela – der Name stand zumindest auf ihrem Deutschland-Trikot – und ihr Begleiter. So erfuhr ich einiges über den “Brasilianer an sich”. Beispielsweise, dass “der Brasilianer an sich” ja nunmal keine Ordnung habe, dass der Zustand am Buffet typisch für den “Brasilianer an sich” sein und zum Abschluss: “Was soll man von den Brasilianern denn auch schon erwarten?!”
Meine Überlegungen, ob es überhaupt Sinn mache, mit den beiden Welterklärern zu diskutieren, beendete Gisela durch eine beherzte Aktion. Als drei Brötchen in den Korb auf dem Buffet nachgeliefert worden, sprang sie auf, nahm alle Drei und verteilte sie auf ihre Teller: 2 für sie, 1 für ihren Begleiter. Noch ungläubiger als ich starrte ein älterer an Giselas Tisch sitzender Portugiese, der im Gegensatz zu dem deutschen Duo noch Käse und Schinken auf seinem Teller hatte und ebenfalls auf frische Brötchen wartete. So saßen nun handlungsunfähig Gisela vor ihren zwei Brötchen, ihr Begleiter vor einem und der Portugiese vor seiner Käse-Wurst-Kombination und schauten auf ihre Teller. Auch die anderen internationalen Gäste hatten die Szene mitbekommen und schärften nun vermutlich ihr Bild des “Deutschen an sich”, Gisela hatte im Gegensatz zum Nationalteam nicht unbedingt eine Welle der Begeisterung ausgelöst.

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Ich verabschiede mich freundlich und wünschte mit auf die mit Brötchen beladenen Teller gerichteten Blick einen guten Appetit und machte mich auf zum Flughafen, von wo aus die Reise zurück nach Santo André führte. Ich musste noch zwei Texte in die Redaktion schicken, so schrieb ich im Flugzeug, im Leihwagen im Stau vor der Fähre und auf der Fähre, die mich sicher nach Santo André brachte. Nachdem ich meinen Koffer in meiner Pousada abgegeben und den ersten Artikel nach Köln geschickt hatte, musste ich gleich wieder los zum Training der Nationalmannschaft. Ich setzte mich ins Auto, drehte den Zündschlüssel – und es geschah nichts. Als ich die Motorhaube öffnete sah ich, dass sämtliche die Batterie anschließenden Kabel in der Luft hingen. Ich fragte Carlos, den Angestellten der Pousada, um Rat. Er holte einen Werkzeugkoffer, lachte beherzt beim Anblick des Chaos unter der Motorhaube und reparierte den Wagen in wenigen Minuten. So schaffte ich es noch pünktlich zur Trainingseinheit. Auf dem Weg dorthin dachte ich an Gisela und “den Brasilianer an sich”. So wie Carlos halt.

Tag 11: Die Höhner rocken am Zuckerhut

Ich saß nach der furiosen Müller-Gala noch im Presseraum und schrieb, als plötzlich ein Mann neben mir auftauchte, mich anstarrte und hemmungslos losheulte. Einigermaßen irritiert
unterbrach ich meine Arbeit und fragte, ob ich etwas für ihn tun konnte. Ich vermutete, es handele sich um einen schwer enttäuschten portugiesischen Kollegen, nachdem ich an gleicher Stelle ja schon spanische Tränen gesehen habe. Doch ich lag falsch. Der Mann Mitte 40 war Rumäne. Das konnte ich auf seiner Akkreditierung lesen, die um seinen Hals baumelte, während er schluchzte. Als er sich irgendwann einigermaßen gefasst hatte und wir ihn besorgt fragten, was denn passiert sei, stammelte er etwas Unverständliches und zeigte auf einen kleinen Laptop, der am Platz neben mir lag. “Oh God, this is all my life”, sagte er und drückte ihn fest an sich. Das war passiert: Berauscht vom deutschen Spiel hatte er die Arena verlassen, war ins Hotel gefahren, wo er seine Familie anrufen und vom spektakulären Müller erzählen wollte. Als er seine Tasche öffnete, fand er viele Kabel und einige bekritzelte Zettel. Nur der Laptop fehlte. Panisch war er zurück zur Arena gefahren. Dann vom Taxistand bis zum Presseraum gelaufen, wo er seinen Laptop unberührt auf dem Platz neben mir vorfand – und vor Erleichterung einen Heulkrampf bekam.

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Wir schafften, es ihn einigermaßen zu beruhigen. Jeder der Kollegen war überzeugt, dass der Verlust des Laptops während einer WM verheerend sei. Vor allem, wenn man ihn einfach vergisst und so somit seinen gesamten Datenspeicher auf Null reduziert.
Aber der rumänische Kollege hatte ja noch einmal Glück gehabt und verließ die Arena glücklicher, als etwa Thomas Müller. Der neue alte deutsche Wunderspieler hatte seiner Gala einen witzigen Auftritt folgen lassen, und unter anderem seine Tore als “eins schöner als das andere” beschrieben. Die ausländischen Kollegen waren begeistert, ich glaube sie verehren Thomas Müller, der seine Karriere wohl als viermaliger WM-Torschützenkönig beenden wird.

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Als ich meinen Artikel in die Redaktion geschickt hatte, fuhr auch nach Hause. Mit meinem Laptop. Ich legte ihn in mein Zimmer und fuhr zu einer großen Hotel-Anlage, in die mich ein bekannter aus Köln eingeladen hatte, der mit einer deutschen Reisegruppe nach Salvador geflogen war.
Als ich ankam erlebte ich die verdutzten Momente zwei und drei an diesem Tag. #2 erfolgte, weil auf der Fußball-WM-Brasilien-Reise kein Fußball und schon gar keine WM gezeigt wurde. Auf der großen Bühne sangen dafür -Moment  #3 – die Höhner im Duett mit Reiner Calmund.

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Tag 10: Fassungslos

Ein interessanter Tag endete mit einer tragischen Nachricht: Stefan Krause, deutscher Spielervermittler aus Rio de Janeiro und zuletzt in der fantastischen ARD-Doku Mata Mata zu sehen, ist vergangene Woche erschossen worden. Von seiner Ex-Freundin, die nach der Tat mit einem Sprung vom Balkon Selbstmord beging.
Die Meldung des erschossenen Deutschen machte schon vergangene Woche in Santo André die Runde, allerdings kursierten verschiedene Namen, alles schien sehr spekulativ und so ging  die Meldung irgendwann im Nachrichten-Überfluss unter.
Umso betroffener war ich nun als ich erfuhr, dass es sich um Stefan Krause handelt, den ich auf meinem Hinflug kennengelernt hatte. Wir sprachen über die Doku, das Leben in Rio und die WM. Diskutierten über die Medien, den FC-Aufstieg, seine Heimatstadt Mönchengladbach. Ein äußerst freundlicher Mensch voller Vorfreude auf die WM im zu seiner Heimat gewordenen Brasilien. Er erschien mir als perfekter Gesprächspartner für ein Interview, das über den Fußball hinausgehen und Brasilien mit seinem ambivalenten Verhältnis zur WM erklären sollte. Da er in Rio nach einem Monat Abwesenheit viele Dinge zu klären hatte, verabredeten wir uns zu einem Interview am Rande des deutschen Spiels in Fortaleza.
Dass er zwei Tage später von seiner Ex-Freundin erschossen wurde, die sich nach dem Mord vom Balkon der Wohnung in Ipanema stürzte, ist für mich noch nicht wirklich greifbar.

Tag 9: Balotelli vs Rooney

Ich habe am Samstag viel an Uli Hoeneß gedacht. Da am Sonntag keine Zeitungsausgabe erscheint, hatte ich gehofft, vielleicht endlich mal ein paar WM-Spiele mit WM-Stimmung zu schauen, da ich ja immerhin in Brasilien und somit recht nah dabei bin. Daraus wurde allerdings nichts, ich hockte bis zum Spiel Italien gegen England in meinem kleinen fensterlosen Hotelzimmer und schrieb. Als ich nach einigen Stunden noch immer kein Tageslicht gesehen hatte, stellte ich mir vor, wie Hoeneß in seiner Zelle sitzt – zumal mir eine Frau das Mittagessen durch eine in die Tür eingebaute Durchreiche brachte.

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Zumindest liefen auf meinem winzigen Fernseher, dem immer mal wieder die Farbe ausgeht, nebenbei die WM-Spiele. Ich verstand Lukas Podolskis Aussage, der – als  immerhin aktiver Teilnehmer der WM – sagte, er sei froh, dass die WM losgehe, weil dann immer die Spiele im Fernsehen laufen. Auch da musste ich an Hoeneß denken, dem wohl jeden Tag das bescheuerte “Ich bin ein Star, holt mich hier raus” um die Ohren fliegt.

Etwa eine halbe Stunde vor dem Anpfiff in Manaus wurde ich doch noch mit der Arbeit fertig. Ich suchte mir eine Bar mit möglichst vielen Engländern, um ein bisschen WM-Feeling aufzusaugen. Nachdem ich einigermaßen erschüttert feststellen musste, dass das Spiel nicht auf der ausgeschalteten Videoleinwand des Fifa-Fan-Festes übertragen wurde, hatte ich das Glück, eine mit Engländern überfüllte Bar zu finden, in der sogar ein paar Italiener waren. Die Anfeuerungsrufe beschallten die Bar und mindestens zwei anliegenden Straßen.

Rooney gegen Balotelli wurden zum Gegenstand eines Gesangswettbewerbs, und ich fragte mich, wer wohl der Stärkere der beiden sei. Also nicht fußballerisch. Ein Italiener im blauen Unterhemd und mit über der Hose getragener grüner Boxershorts beendete meine Überlegungen. Er provozierte die Engländer unentwegt und hatte Glück, dass der harte Kern der Engländer nicht vom FC Millwall oder von anderen eher humorlosen Fan-Gruppierungen entsandt wurde. Sonst hätte er nach Balotellis Tor zum 2:1 und seinen “We have four Cups – you have One”-Gesängen wohl nicht Super-Mario-mäßig weiterhüpfen dürfen. Die englische Meute beließ es aber bei verachtenden blicken und verzichtete darauf, ihn Bowser-mäßig anzugehen.

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Bowser ist, für alle deutlich Älteren und Jüngeren, der miese Erzfeind Super Marios und sieht ein bisschen aus wie eine böse Version des WM-Maskottchens. Wobei man sich ein Maskottchen als Veranstalter eigentlich sparen kann, wenn man auf dem Fanfest noch nicht einmal Italien gegen England zeigt.

Ich wurde aber angemessen entschädigt: Auf dem Rückweg konnte ich das Spiel Japan gegen die Elfenbeinküste schauen. Im Taxi.

 

Tag 8: Counter Strike!

Mein erstes WM-Spiel war atemberaubend. Nach dem Abpfiff habe ich Kollegen mit völlig nass geschwitzten T-Shirts auf der Pressetribüne gesehen, ein offensichtlich spanischer Kollege hatte Tränen in den Augen. Es war die Nacht, in der der Weltmeister weinte. Und 5000 Holländer Salvador in leuchtendes Orange tauchten. Am Morgen des Spiels hatte ich noch mit zwei in meinem Hotel wohnenden Holländern gefrühstückt. Schon da mit orangenen Hüten, Brillen und Trikots ausgestattet. Holländer sind sensationell, sie sind die Verkleidungskünstler jeder WM. Sie sind aber auch ziemlich betrunken, zumindest galt das für das Duo an meinem Frühstückstisch. Ich fühlte mich an Karneval erinnert. Köln war plötzlich ganz nah, als die beiden am Frühstückstisch in ihren Neon-Verkleidungen völlig verkatert Kaffee und Saft in sich hinein schütteten, und ihre Mannschaft zum Favoriten gegen den Weltmeister erklärten.

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Während des Spiels musste ich an sie denken. Erst, als ich mitbekam, dass 25 niederländische Fans in Salvador beim Public Viewing eingekreist und überfallen wurden. Ungefähr dort, wo ich mich gestern hinverlaufen hatte. Mein Gefühl hatte mich also nicht getäuscht. Dann aber im Stadion, wie glücklich mussten sie gewesen sein – wenn sie sich nicht bewusstlos getrunken hatten – als Arjen Robben und Robin van Persie Spaniens stolze Innenverteidiger wieder und wieder umkurvten.

Van Persie konnte nach dem Spiel auch nicht so recht fassen, was da gerade geschehen war. Nach der Pressekonferenz wurde er als Spieler des Spiels ausgezeichnet. Wobei ich Robben noch stärker fand. Robben ist in der Form, das größte Spektakel dieser WM zu werden. Dafür muss man Robben einfach respektieren. Sein Wandel ist außergewöhnlich, sein Tempo sowieso. Auf den Spielekonsolen gibt es immer eine Taste, die den ballführenden schneller macht. Man sollte diese Taste ihm zu Ehren R-Taste nennen “R Robben” ist aber wahrscheinlich noch schneller. Sein genialer Partner van Persie saß nun also vor mir und versuchte sich an einer Analyse. Doch selbst der Superstar von Manchester United hatte noch nicht ansatzweise verarbeitet, was gerade geschehen war. Und sagte so einen sensationellen Satz: “Wir hätten am Ende ja auch 5:1 gewinnen können. Ach nee, das haben wie ja. Dann hätten wir auch 8:1 gewinnen können.” Absoluter Rauschzustand, er vergaß sogar beim Abschied seine Trophäe, aber dieser Sieg gegen das große Trauma Spanien war für die Holländer ohnehin nicht mit Pokalen aufzuwerten.

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Van Persie ist der Lieblingsspielers van Gaals. Er machte ihn zum Kapitän und wird ihn nach der WM bei Manchester United trainieren. Ich glaube auch in Manchester wurde gestern sehr gefeiert, denn van Gaal stieg durch seinen Systemwechsel vom “Voetbal total” zu “Counter Strike” in den Trainer-Olymp auf. Er hat Spanien dekodiert und vielleicht sogar eine Ära beendet. Meine Frühstücks-Nachbarn mochten van Gaal morgens schon, vor allem wegen einer Anekdote: So soll er sich als Trainer des FC Bayern bei einer Mannschaftssitzung wutentbrannt die Hose und Unterhose ausgezogen haben und gebrüllt haben: Seht ihr, ich bin genau wie ihr! Das ist er jetzt nicht mehr, er ist Louis van Salvador. Und weiß das: “Ich bin ein Fachmann”,  sagte er nach dem Spiel und erklärte, er habe sich in der WM-Vorbereitung nur mit Spanien beschäftigt. Aus gutem Grund, der Sieg ist viel wert: Mit Chile wartet ein weiteres Top-Team in der Gruppe A, dem Gruppenzweiten droht zudem das Achtelfinalduell mit Brasilien.

Das Gastgeberland kommt auch während der WM allerdings nicht zur Ruhe, was ich in meiner denkwürdigen Heimfahrt mitbekam. Da vor dem Stadion kein Taxi zu bekommen war, musste ich  ein ordentliches Stück zu Fuß gehen. Ein unangenehmer Trip. Erst hatte ich Sorge um meine technische Ausrüstung, weil ein Platzregen alles in Sekundenschnelle unter Wasser setzte. Dann hatte ich noch viel größere Sorge um meine Ausrüstung, da der Weg an einer Favela vorbeiführte, und die Polizei schon abgerückt war. Ich schaffte es aber zu einer großen Straße in besagtes Taxi  - doch die Sorgen hörten nicht wirklich auf. Der junge Fahrer war intensiv mit einem what’s-App-Chat beschäftigt und hatte zudem einen riesigen Monitor in der Mittelkonsole montiert, auf dem die Nachrichten liefen: Bilder von Protesten und Schießereien in der Region. Ich konnte mich nicht wirklich darauf konzentrieren, da der Multitasking-Driver nach 100 (!!!) Metern fast eine Kollision verursachte und kurze Zeit später nur durch ein,beherztes Ausweichmanöver auf der nassen Straße nicht in ein anderes Taxi fuhr.

Ich gehe jetzt mal nachschauen, ob die beiden Holländer diesen wilden Tag in dieser wilden Stadt überlebt haben. Zumal sie ja für sich selbst die größte Gefahr waren, wie das eben so ist mit den Jecken.

 

 

Tag 7: Erster Tag der WM

Ich werde den ersten Tag der WM 2014 nie vergessen. Nicht bloß wegen des spektakulären Eröffnungsspiels – von ich nicht alles sehen konnte – und dem fliegendem Fred.  Doch dazu später mehr. Der Tag im Zeichen des Duells Brasilien gegen Kroatien begann für mich schon einigermaßen unglücklich: Ich verließ Santo André und die deutsche Nationalmannschaft um nach Salvador zu fliegen, wo am Freitag Spanien gegen die Niederlande antritt und am Montag Deutschland Portugal erwartet. Mit dem Auto fuhr ich zur Fähre, wo die Fahrt erst einmal endete: Ich hatte einen völlig platten und einen mäßig aufgepumpten Vorderreifen. Es war klar, dass ich den Mietwagen nicht 45 Minuten auf der Felge fahren konnte, was mich ein wenig unter Druck setzte, da ich ja den Flieger bekommen musste. Ich fühlte mich an einen Spruch erinnert, der früher im Arbeitszimmer meiner Mutter auf einer Postkarte stand: “Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen. Und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer.” So erging es mir. Das Problem mit dem Reifen geriet in den Hintergrund, da die Fähre aus ungeklärten Gründen nicht losfuhr. Ich stand also mit platten Reifen auf einer Fähre, die sich nicht bewegte und hatte noch eine Stunde Zeit, um den Flughafen zu erreichen.
Wie so oft wendete sich irgendwann irgendwie alles zum Guten: Die Fähre legte ab, an einer Tankstelle wurde mein Reifen aufgepumpt und ich erreichte mein Hotel in Salvador. Eine merkwürdige Stadt, da Salvador zugleich schön und bedrohlich wirkt. Zugegebenermaßen nicht ganz überraschend für eine geschichtsträchtige  Küstenstadt mit einer Mordrate, die mehr als doppelt so hoch ist wie im Rest des Landes. Ich war auf meinen Reisen in Städten wie Buenos Aires, Rio de Janeiro, La Paz, Montevideo und Caracas. Alle gelten nicht unbedingt als klassisch ungefährlich, doch niemals wurde ich so oft gewarnt und darauf hingewiesen, auf meine Sachen aufzupassen und mich nicht zu verlaufen.

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Ich nahm die Tipps dankend an, verließ das Hotel und verlief mich. Statt zum offiziellen Fifa-Fanfest fuhr ich zum Stadtteil-Fanfest. Ich wunderte mich schon, als ein Straßenverkäufer mich fragend anschaute, ob ich wirklich dorthin gehen wolle. Als ich merkte, dass ich so ziemlich der einzige Nicht-Brasilianer war und immer mehr Polizisten sah, die kleinere Streitereien und Diebstahl-Versuche mit ziemlicher Härte unterbanden, fiel auch noch das 1:0 für Kroatien. Die Stimmung hatte den letzten feierlichen Touch verloren. Ich drängte mich durch die Menge, nahm ein Taxi und fuhr zum richtigen Fanfest. Es passte zum morgendlichen Fähr-Erlebnis, dass meine Fahrt wegen einer Demo unterbrochen wurde. So hörte ich weite Teile der ersten Hälfte im Radio eines brasilianischen Taxis, das zwischen Demonstranten und Polizisten auf einer ziemlich dunklen Straße wartete. Wieder wendete sich aber alles zum Guten: Auf dem offiziellen Fanfest schaute ich die zweite Hälfte mit Tausenden Menschen auf einer Großleinwand.  Obwohl ich es eigentlich nicht mag, wichtige Spiele beim Public Viewing zu schauen war es recht stimmungsvoll, wobei die Bgeisterung deutlich gedämpfter war, als in Deutschland 2006. Das änderte sich, nachdem der zum brasilianischen Idol aufgestiegene japanische Schiedsrichter das Spiel abgepfiffen hatte: Samba-Gruppen zogen über die Promenade, ein Karnevalswagen beschallte die Fanmeile und die Besucher tanzten in die regnerische Nacht.

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Als ich im Hotel ankam war ich froh, den Auftakt-Tag unbeschadet überstanden zu haben. Ich traf in der Eingangshalle Fans aus Spanien und Holland, die ziemlich gut drauf waren und sich auf das erste Spiel in Salvador freuen. Und dass, obwohl viele seit dem Auftaktspiel kein Smartphone mehr haben.

 

 

Tag 6: Proteste

Eigentlich hätte ich etwas Baldrian und einige Mußestunden benötigt, um nach dem Absenden meines Artikels meine Herzfrequenz auf ein Level unterhalb der Lebensgefahr zu senken. Pünktlich zum Redaktionsschluss und zum vereinbarten Sende-Zeitpunkt meines Artikels hatte sich hier in Santo André das Internet für eine spontane Pause entschieden.
Das hinterhältige am brasilianischen Internet ist, dass der Empfang abbricht, das Signal aber weiterhin volle Stärke anzeigt. Noch Problematischer, etwas nicht ganz so gewitzt, ist das Telefon-Netz, das bis auf wenige Nanosekunden am Tag grundsätzlich nie funktioniert – aber natürlich 24 Stunden lang vollen Empfang anzeigt. Ich habe mit vor dem Abflug extra eine brasilianische SIM-Karte mit Datenpaket besorgt, um stets für die Redaktion erreichbar zu sein, und in Notfällen einen persönlichen Hotspot errichten zu können, um meinen Laptop mit der Außenwelt zu verbinden. Exakt also für eine Situation wie die heutige.
Der eigentlich ganz gute Plan scheitert aber grundsätzlich daran, dass ich mit der brasilianischen Nummer ja nicht einmal telefonieren oder SMS schicken kann.
So saß ich nach einem langen Tag also mit meinem Laptop, meinem iPad, meinem brasilianischen und meinem deutschen Telefon in meiner Pousada und verbrachte eine halbe Stunde damit, Antennenkonstruktionen zu entwerfen, den Router 64 000 Mal ein- und auszuschalten und vor allem zu fluchen.
Irgendwann hat es dann doch noch geklappt. Bling! Signal wieder da. Herzlichen Glückwunsch.
Danke. Pause. Als ich mich gerade zurücklehnen wollte, erreichte mich die Nachricht über einen interessanten Termin: Am Abend wollten sich die Bewohner Santo Andrés mit den Kommandeuren der hier stationierten Spezialeinheiten treffen, um sich über die massiven Einschränkungen und die surreale Präsenz der Truppen zu beschweren.

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In der Tat wirkt das kleine Nest wie die Kulisse eine Echtzeit-Ballerspiels. Auf den Sandwegen laufen uniformierte Soldaten mit Sturmgewehren umher, Autokonvois schießen mit Blaulicht durchs Dorf und an verschiedenen Checkpointen wird einem der Durchgang verweigert – es sei denn, man hat seine Fifa-Akkreditierung dabei, was bei den Bewohnern nun einmal eher nie der Fall ist.
Ich fand mich wenig später also in einer kleinen Hütte ein und bestaunte die Szenerie. An einem Tisch saßen ein örtlicher Polizeichef und ein Spezialeinheiten-Kommandeur, die mit rund 100 Anwohnern die Probleme diskutierten: Viele Menschen haben Angst, dass die Truppen mit ihren Geländewagen auf der Straße spielende Kinder überfahren, weil sie durchs Dorf rasen, um die Fähre zu bekommen. Menschen, die direkt am deutschen Camp wohnen beschwerten sich zudem, dass sie oft erst nach Stunden durchgelassen werden, um ihre Häuser zu erreichen und Besuch überhaupt nicht zu ihnen durchdringen darf. Unverständnis herrscht auch über die Vielzahl der Beamten. Während im früher polizeifreien Santo André 250 Beamten stationiert sind, verlieren sich vor dem naheliegenden Schweizer Quartier nur ein paar wenige Polizisten.

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Der im Tarnanzug und mit schusssicherer Weste am Tisch sitzende Oberbefehlshaber gab sich Mühe, seine Sicht zu erklären. Man habe Angst vor Autobomben, nun einmal große Stars mit entsprechendem Gefährdungspotenzial hier und wolle die Bürger doch eigentlich gar nicht beeinträchtigten. Eine sensationelle Aussage, immerhin hat sich das Anwohner-Militär-Verhältnis innerhalb weniger Tage von 900:0 auf 900:300 verschoben. Dann erzählte er viel über sein Traumfinale zwischen Brasilien und Deutschland, über Klubs wie Real Madrid und den FC Arsenal und bei den Bewohnern verfestigte sich der Eindruck, dass sie ihre Probleme auch dem großen Fischgräten-Denkmal am Ortseingang hätten erzählen können. Am Ende wurde beschlossen, dass – soweit es möglich ist – es bisschen mehr Rücksicht genommen werden soll. Zudem wurde eine Liste für Anwohner der deutschen Camps angefertigt, die die von brasilianischen Medien als „neue Berliner Mauer“ bezeichnete Absperrung schneller passieren dürfen.
Die von Fifa und DFB immer wieder betonte Nachhaltigkeit wird aber auch Santo André nach dem Ende der WM beglücken: Zum ersten Mal in der Geschichte des Dorfes wird ein Polizist in Santo André stationiert.
Ich habe allerdings so meine Zweifel, ob hier darüber alle Menschen wirklich glücklich sind.

Aber vielleicht sorgt die Ein-Mann-Armee ja dafür, dass Santo André einen neuen Antennenmast bekommt. Oder geht mangels Beschäftigung auf Moskito-Jagd.
Krämer Ende.

 

 

Tag 5: Smartphone-Indianer und Dengue-Mücken

Während der Arbeitsalltag in Santo André immer intensiver und die Vorfreude auf den Turnierstart immer größer wird, ist der Nachrichtenfluss aus der Heimat fast zum Erliegen gekommen. Über eine sehr austauschfreudige what’s-App-Gruppe werde ich zumindest über lokale Ereignisse wie Sturm, Birlikte und Yannick Gerhardt informiert, der Rest der fußballfreien Welt lebt nahezu kontaktlos an mir vorbei. So habe ich beispielsweise nur zufällig mitbekommen, dass ein Formel-1-Rennen stattgefunden hat und – sonst habe ich eigentlich gar nichts mitbekommen.
Der heutige Tag hier stand im Zeichen der Pataxo-Indianer, die vom DFB zum Training der Nationalmannschaft eingeladen wurde.
Bilder sagen mehr als tausend Worte, dessen bin ich mir ja spätestens seit dem Twitter-Bus-Bild bewusst. So ist die Aktion natürlich eine gute Sache für den DFB, am Ende wurde sogar getanzt und für Miroslav Klose anlässlich seines 36. Geburtstages gesungen. Eindruck haben die Pataxos auch hinterlassen, weil sie sich mit den die Journalisten eine Foto-Schlacht lieferten. Da sie technisch bestens ausgerüstet waren und es ein ungewohntes Bild war, von Menschen in Federhüten und Baströcken mit Hightech-Handys fotografiert zu werden, ist die Bezeichnung Smartphone-Indianer entstanden. Sie haben sich über uns viel zu warm angezogene Journalisten wahrscheinlich genauso gewundert. Und über Lukas Podolski, der sich nach dem Training als Fachmann für indigene Tänze herausstellte.

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Im Anschluss wurde aber eifrig darüber diskutiert wurde, ob Oliver Bierhoff und wir Journalisten die Pataxos als Indianer bezeichnen dürfen. Keine einfache Frage, die mangels alternativer Namen und mit Verweis auf die offizielle Namensgebung des Gebiets “Estatuto do Indio” abschließend bejaht wurde.
Durch die fünfstündige Zeitverschiebung bleibt nach den Terminen nur wenig Zeit, um die Redaktion mit Texten zu beliefern, was die Arbeit neben den wackligen Internetverbindungen erschwert.

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Das größte Problem – neben all den Vorzügen – sind aber die Mücken. Trotz Sprays haben sie meine Fußgelenke, Arme und Hände zerstochen. Ich habe hier mal aufgeschnappt, dass jede 500000. Mücke das in der Regel nicht lebensbedrohliche, aber höchst unangenehme Dengue-Fieber überträgt. Es fehlen nicht mehr viele Stiche, um rein statistisch gesehen an der Reihe zu sein – obwohl ich sogar unter einem Mückennetz schlafe.
Ich hatte schon einmal Sorgen vor einer Dengue-Erkrankung, als ich 2011 mit Freunden den Bali-Urlaub unterbrochen habe, um auf die fantastischen Gili-Islands überzusetzen – wie Bahia ein absolutes Dengue-Gebiet. Damals haben wir uns mit Dutzenden Dosen “Off”-Spray gegen die Mücken geschützt. Das Zeug bestand allerdings aus purer Chemie und war so giftig, dass irgendwann reihenweise tote Kakerlaken in und um unsere Hütte herum lagen.
Klingt in der Retroperspektive irgendwie auch nicht viel besser als Dengue, merke ich gerade.
Naja, Robin van Persie ist in Rio am Strand von einem Kite-Surfer erlegt worden. Gefahren lauern eben überall. Und wenns nicht besser wird, starte ich nen Gegenschlag.
Ich bin dann mal Off.

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